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Manche Patentanmeldungen von Apple wirken etwas verrückt und manche sind etwas bodenständiger. Vor kurzem erhielt Apple ein Patent für ein Dual-Screen-MacBook, das die eingebaute Tastatur durch eine virtuelle Tastatur wie beim iPad ersetzen sollte. Es würde auch die Möglichkeit erhalten, ein iPhone drahtlos aufzuladen.

Apple hat das Patent für ein „integriertes Schnittstellensystem“ erstmals vor drei Jahren eingereicht, und wir waren skeptisch, ob ein MacBook mit zwei Bildschirmen überhaupt funktionieren würde. Das Patent wurde dem Unternehmen jedoch endlich erteilt, also müssen wir sehen, was es damit macht.

Das Hauptziel des Dual-Screens besteht darin, die Flexibilität zu bieten, die Benutzeroberfläche nach Bedarf zu ändern. Beispielsweise könnte es mehrere Tastaturkonfigurationen geben, um unterschiedliche Sprachen oder regionenspezifische Layouts widerzuspiegeln. Die Position und Größe der Tastatur kann je nach Benutzerpräferenzen geändert werden. Es ist alles sehr ähnlich zu dem, was die aktuelle virtuelle iPad-Tastatur kann.

Apple hört jedoch nicht bei Tastaturkonfigurationen auf. Eine der Abbildungen zeigt die Möglichkeit, mit externen Objekten wie einem Joystick für Spiele oder 3D-Modellierungsanwendungen zu interagieren. Apple sieht auch vor, mehrere biometrische Sensoren wie Touch ID in den Bildschirm zu integrieren.

Ein Feature, das die Ohren der Apple-Gläubigen aufheitern könnte, ist die Aufnahme eines kabellosen Ladebereichs für das iPhone oder jedes andere Smartphone (vorausgesetzt, es verwendet den Qi-Standard). Dies würde es viel bequemer machen, als ein separates kabelloses Ladegerät zu kaufen, und das Durcheinander auf dem Schreibtisch reduzieren.

Offensichtlich ist ein Gerät mit zwei Bildschirmen kein neues Konzept. Lenovo hat 2018 das Yoga Book C930 herausgebracht, das über einen einzigartigen E-Ink-Bildschirm verfügt. Dem folgte das Unternehmen mit dem Thinkpad X1 Fold, einem Laptop ohne physische Tastatur, aber mit einem echten Klappbildschirm. Natürlich können wir nicht über Dual-Screen-Laptops sprechen, ohne Microsofts verzögertes Surface Neo und Windows 10X zu erwähnen.

Apple forderte schon seit einiger Zeit, einen Touchscreen auf Macs zu installieren, aber wahrscheinlich mehr, als das Unternehmen damit begann, sein eigenes ARM-Silizium in seine Laptops und Desktops einzubauen. Der M1-Chip kann iOS-Apps nativ auf einem Mac ausführen, daher ist es sinnvoll, Touchscreen-Unterstützung hinzuzufügen. Wir haben jedoch bereits geschrieben, dass Apple wahrscheinlich nie einen Touchscreen-Mac herstellen wird, und Steve Jobs war wegen der Ergonomie notorisch gegen die Idee.

Dieses neu erteilte Patent umgeht dieses ergonomische Problem, indem es Apple ermöglicht, die Displays einfach nach Belieben zu modifizieren. Laut dem Patent selbst: „… kann transparentes dielektrisches Material eine kontinuierliche oder nahtlose Eingabeoberfläche bilden, die das Aussehen und die Haptik des Geräts verbessern kann, ohne die Nachteile einiger traditioneller Gerätekonstruktionen aufzuweisen.“

Diese „Nachteile“ bedeuten einfach, dass Apple die Tastatur nicht physisch ändern oder neue MacBook-Designs erstellen muss, um das Aussehen und die Haptik zu ändern. Alles kann einfach über die Software erledigt werden. Dies würde Apple viel Zeit und Geld beim Hardware-Design sparen und könnte Apples ultimative Vision sein, den Mac und das iPad in einem Gerät zu kombinieren.

Unabhängig davon, welche Patentartikel letztendlich implementiert werden, werden sie hoffentlich nicht so unbeliebt wie die Touch Bar.

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