Berichte über Peppers Tod sind stark übertrieben, aber die langfristige Zukunft des Roboters hängt sicherlich in der Schwebe.

Der Besitzer SoftBank, der als „der weltweit erste humanoide Roboter, der Gesichter und grundlegende menschliche Emotionen erkennen kann“, vermarktet wurde, hatte große Hoffnungen in Pepper, als er 2015 für 198.000 Yen (1.790 US-Dollar) in den Verkauf ging.

Ein offensichtlicher Mangel an Interesse bei Unternehmen und Privatpersonen veranlasste den japanischen Technologieriesen jedoch im vergangenen Sommer, die Produktion des 120 cm großen Roboters einzustellen, so ein Reuters-Bericht diese Woche, der auch besagte, dass nur 27.000 Einheiten jemals hergestellt wurden.

Ein anderes Medienunternehmen zitierte einen SoftBank-Sprecher, der bestreite, dass Pepper auf den Müllhaufen gebracht worden sei, und darauf bestanden, dass das Unternehmen die Produktion des Roboters wieder aufnehmen werde, „wenn sich die Nachfrage erholt“.

Pepper wurde in Zusammenarbeit mit dem französischen Robotikunternehmen Aldebaran entwickelt, das SoftBank später kaufte, und von Foxconn in Taiwan hergestellt.

Der humanoide Roboter kann ein einfaches Gespräch führen und anscheinend die Emotionen der Person lesen, mit der er sich unterhält, und entsprechend reagieren. SoftBank-Chef Masayoshi Son sagte zum Zeitpunkt der Einführung von Pepper, dass seine Fähigkeit zu tanzen, zu singen und Witze zu erzählen bedeutete, dass der Roboter sogar als freundlicher Begleiter und Familienunterhalter fungieren könnte.

SoftBank zielte nicht nur auf einzelne Verbraucher ab, sondern arbeitete auch daran, Pepper an Orten wie Kaufhäusern, Museen, Restaurants, Flughäfen und Büroempfängen auf der ganzen Welt einzusetzen, aber seine eingeschränkte Funktionalität ließ das Unternehmen kämpfen, um den Roboter zum Erfolg zu führen.

Selbst in Japan, wo Pepper ein fester Bestandteil der Handy-Shops von SoftBank war, wurde der Roboter von den Kunden oft ignoriert oder vom Personal einfach ausgeschaltet.

Berichten zufolge befindet sich SoftBank derzeit in Gesprächen mit Aldebaran über einen möglichen Stellenabbau, da das in Tokio ansässige Unternehmen erwägt, seine einst hohen Ambitionen auf Robotikbasis zu reduzieren.

Wenn SoftBank Pepper irgendwann den Rücken kehrt, wird es sicherlich nicht das erste Unternehmen sein, das einen solchen Schritt macht. Honda zum Beispiel stellte seinen beeindruckenden Asimo-Zweibeinroboter 2018 nach jahrzehntelanger Entwicklung in den Ruhestand, während Sony 2006 den Verkauf seines Aibo-Roboterhunds einstellte, bevor er 2018 eine neue Version auf den Markt brachte. Vor diesem Hintergrund gibt es für Pepper noch Hoffnung.

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