Dieses Bild, das mit dem Multi-Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde, zeigt die nahe Galaxie NGC 4254. NGC 4254 ist eine Spiralgalaxie mit großem Design, die sich etwa 45 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt befindet Sternbild Koma Berenikes. ESO/PHANGS

Wie entstehen Sterne? Wir verstehen die Grundlagen dieses Prozesses: Dass Gas und Staub zusammenklumpen und eine Anziehungskraft erzeugen, die mehr Materie zusammenbringt, bis schließlich genug Masse vorhanden ist, um die Materie unter hohem Druck und hoher Temperatur zu zerkleinern und einen neuen Stern zu gebären. Aber was diesen Prozess auslöst, ist nicht vollständig verstanden, und neuere Bilder mit Daten des Very Large Telescope (VLT) könnten diese Frage beleuchten.

Ein Team internationaler Astronomen nutzte das Multi-Unit Spectroscopic Explorer (MUSE)-Instrument des VLT zusammen mit Daten des Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA), um im Rahmen der Physik in High fünf Bilder von nahen Galaxien zu erstellen, die wie ein kosmisches Feuerwerk leuchten Winkelauflösung im Projekt Near GalaxieS (PHANGS).

Dieses Bild, aufgenommen vom Multi-Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am Very Large Telescope (VLT) der ESO, zeigt die nahe Galaxie NGC 4303. ESO/PHANGS

Diese Bilder sind nicht nur optisch beeindruckend, sondern können den Forschern auch helfen, zu verstehen, wie Sterne in diesen Galaxien entstehen. „Es gibt viele Geheimnisse, die wir lüften wollen“, sagt Kathryn Kreckel von der Universität Heidelberg und Mitglied des PHANGS-Teams. „Werden Sterne häufiger in bestimmten Regionen ihrer Wirtsgalaxien geboren – und wenn ja, warum? Und wie beeinflusst ihre Entwicklung nach der Geburt von Sternen die Bildung neuer Sternengenerationen?“

Dieses Bild, das mit dem Multi-Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde, zeigt die nahe Galaxie NGC 3627. ESO/PHANGS

Zusätzlich zu den Daten aus den VLT- und ALMA-Daten, bei denen es sich um bodengestützte Teleskope handelt, bezieht das Team auch Daten des Hubble-Weltraumteleskops in sein Projekt ein. Die Kombination von weltraum- und bodengestützten Teleskopen hat es den Forschern ermöglicht, in drei verschiedenen Wellenlängen zu sehen: sichtbares Licht, nahes Infrarot und Radio.

„Ihre Kombination ermöglicht es uns, die verschiedenen Stadien der Sterngeburt – von der Entstehung der Sternkinderstuben über den Beginn der Sternentstehung selbst bis zur endgültigen Zerstörung der Kinderstuben durch die neugeborenen Sterne – detaillierter zu untersuchen, als dies mit Einzelbeobachtungen möglich ist.“ “, sagt PHANGS-Teammitglied Francesco Belfiore von INAF-Arcetri in Florenz, Italien. „PHANGS ist das erste Mal, dass wir eine so vollständige Ansicht zusammenstellen können, indem wir Bilder aufnehmen, die scharf genug sind, um die einzelnen Wolken, Sterne und Nebel zu sehen, die die Bildung von Sternen bedeuten.“

Dieses Bild, das mit dem Multi-Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde, zeigt die nahe Galaxie NGC 1087. ESO/PHANGS

Doch so scharf die Daten von PHANGS auch sind, die Forscher wollen noch höher aufgelöste Bilder, um das Innere von Sternentstehungswolken klarer zu sehen. In Zukunft wird das Projekt Daten von kommenden Teleskopen wie dem James Webb Space Telescope oder dem Extremely Large Telescope verwenden, um noch detailliertere Daten zu erhalten.

Dieses Bild, das mit dem Multi-Unit Spectroscopic Explorer (MUSE) am Very Large Telescope (VLT) der ESO aufgenommen wurde, zeigt die nahe Galaxie NGC 1300. ESO/PHANGS

Empfehlungen der Redaktion