Das Fintech-Startup Revolut verfügt seit Ende 2018 über eine eigene Banklizenz in der Europäischen Union. Damit kann das Unternehmen einige zusätzliche Finanzdienstleistungen anbieten, ohne mit Drittunternehmen zusammenarbeiten zu müssen. Und das Unternehmen wird Kunden in 10 weiteren Ländern zur Revolut Bank wechseln lassen.

Die Bank von Litauen hat eine spezielle Lizenz erteilt – es handelt sich nicht um eine vollwertige Lizenz an sich, da sie sich auf einige Aktivitäten konzentriert. Das Unternehmen nutzt die europäischen Passbestimmungen, um in anderen europäischen Ländern tätig zu sein. Derzeit nutzt Revolut seine Banklizenz in zwei Ländern – Polen und Litauen.

In Litauen können Sie beispielsweise eine Kreditkarte mit einem Kreditlimit beantragen, das doppelt so hoch ist wie Ihr monatliches Gehalt (bis zu 6.000 €). Das Unternehmen bietet auch Privatkredite zwischen 1.000 und 15.000 Euro an. Sie können über ein bis 60 Monate zurückzahlen.

Kunden in Bulgarien, Kroatien, Zypern, Estland, Griechenland, Lettland, Malta, Rumänien, der Slowakei und Slowenien können nun Kunden der Revolut Bank werden. Dies ist kein transparenter Prozess, da Sie einige Schritte ausführen müssen, um Ihr Konto zu übertragen.

Sobald dieser Vorgang abgeschlossen ist, werden Ihre Einzahlungen durch das Einlagensicherungssystem geschützt. Wenn die Revolut Bank irgendwann schließt, können Kunden dank des Systems bis zu 100.000 € einfordern – sowohl Euro als auch Fremdwährungen sind geschützt.

In den 10 neuen Märkten erwarten Sie neue Kreditprodukte. Insgesamt hat Revolut 15 Millionen Kunden angezogen. Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, dass es auch in Großbritannien, seinem Heimatland und seinem größten Markt eine Banklizenz beantragt.