Im letzten Monat kämpften Nvidias Deep Learning Super Sampling (DLSS) und AMDs FidelityFX Super Resolution (FSR) um das Rampenlicht. Beide Tools bieten Upscaling in unterstützten Spielen, um Funktionen wie Raytracing bei hohen Auflösungen und Bildraten bereitzustellen. Es könnte jedoch ein neuer Konkurrent in den Ring kommen, der von Microsoft kommt.

Zwei Stellenausschreibungen (entdeckt von TechSpot) weisen auf einen möglichen DLSS-Konkurrenten von Microsoft hin. Die erste Stellenausschreibung ist für einen Senior Software Engineer in der Xbox-Abteilung des Unternehmens.

„Xbox nutzt maschinelles Lernen, um herkömmliche Rendering-Algorithmen effizienter zu machen und bessere Alternativen bereitzustellen. Das Xbox-Grafikteam sucht einen Ingenieur, der Algorithmen des maschinellen Lernens in Grafiksoftware implementiert, um Millionen von Spielern zu begeistern“, heißt es in der Stellenbeschreibung.

Das andere Posting für einen Principal Software Engineer for Graphics ist etwas allgemeiner, erwähnt jedoch ausdrücklich „moderne GPU-Funktionen auf Xbox und Windows für AAA-Spieleentwickler“ sowie Erfahrung mit maschinellem Lernen und Shader-Kompilierung .

Ein DLSS-Konkurrent von Microsoft wäre eine gute Nachricht für Gamer. Es ist möglich, dass Microsoft eine durch maschinelles Lernen unterstützte Hochskalierung über DirectX bereitstellen könnte. Die DirectML-Bibliothek von Microsoft hilft bereits bei der Optimierung der GPU-Ressourcen für maschinelles Lernen, und mit beiden Stellenausschreibungen, die sich auf Spiele auf Xbox und Windows beziehen, könnte Microsoft nach Möglichkeiten suchen, diese Bibliothek in seinem Spielesektor zu nutzen.

Das wäre angesichts des erneuten Interesses von Microsoft am Spielemarkt sinnvoll. Das kürzlich angekündigte Windows 11 enthält eine Reihe von Xbox-Funktionen, darunter die Direct Storage API für schnellere Ladezeiten und Auto HDR.

Microsoft müsste DLSS entsprechen, die nach wie vor die beste Upscaling-Option für die Bildqualität ist. Nvidia

Die Version von Microsoft sieht jedoch möglicherweise nicht wie DLSS oder FSR aus. Microsoft erlaubt Entwicklern bereits, FSR für die Spieleentwicklung auf Xbox-Konsolen zu verwenden, was dank des Open-Source-Ansatzes von FSR möglich ist. DLSS hingegen erfordert proprietäre Hardware von Nvidia und ist laut zumindest einem Entwickler schwieriger zu handhaben als FSR.

Diese Upscaling-Funktion würde wahrscheinlich über die DirectX-Schnittstelle kommen, die Entwicklern mehr Optionen für das Upscaling bieten würde. Das sollte bedeuten, dass die Funktion keine spezielle Hardware erfordert, was für alternde GPUs und APUs, die nicht die Kraft haben, modernen AAA-Spielen standzuhalten, eine große Sache ist.

Wie bei DLSS und FSR hängt die Langlebigkeit der Microsoft-Implementierung jedoch von der Bildqualität und Leistung ab. In unserem FidelityFX Super Resolution-Test haben wir festgestellt, dass es bei 4K eine solide Leistungssteigerung liefert, obwohl es in den aggressiveren Upscaling-Modi mit der Bildqualität zu kämpfen hat. DLSS liefert insgesamt ein besseres Ergebnis, erfordert aber eine Nvidia-Grafikkarte.

Wo Microsofts Version, falls vorhanden, in dieses Spektrum fällt, bleibt abzuwarten. Wenn es kommt, können sich Xbox- und Windows-Spieler auf viel freuen.

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