Der Mars Perseverance Rover der NASA hat dieses Bild mit seiner linken Mastcam-Z-Kamera aufgenommen. Mastcam-Z ist ein Kamerapaar, das sich hoch am Mast des Rovers befindet. Dieses Bild wurde am 15. Juni 2021 (Sol 114) aufgenommen. NASA/JPL-Caltech/ASU

Der mutige kleine Marshubschrauber Ingenuity ist in seinen aufeinanderfolgenden Flügen immer schneller und weiter über die Marsoberfläche geflogen; zuletzt auf seinem achten Flug 160 Meter zurückgelegt. Aber jetzt hat das Helikopter-Team etwas noch Herausfordernderes vor, denn der Helikopter bereitet sich darauf vor, weit weg von seinem Rover-Begleiter zu wagen.

Ingenuity bereitet sich auf Flug neun vor, der für morgen, den 4. Juli, geplant ist und den Rover verlassen wird, um mit hoher Geschwindigkeit über schwieriges Gelände zu reisen. Der Rover befindet sich derzeit an einem Ort namens „Séítah“, der kräuselnde Sandformationen aufweist, die das Überfahren erschweren würden. Der Helikopter wird also versuchen, dieses Hindernis zu überwinden und dabei Fotos vom Gelände zu machen.

Ein Teil des langfristigen Plans für Fluggeräte auf dem Mars ist es, Gebiete zu erkunden, die mit einem Rover schwer oder gar nicht zu erreichen wären, und sie schnell über große Gebiete bewegen zu lassen, um die Region zu erkunden. Dies würde es Rovern ermöglichen, die wissenschaftlich interessantesten Gebiete zu erreichen, die vom Boden aus leicht zugänglich sind, während Luftfahrzeuge die entfernteren oder schwierigeren Regionen erkunden können.

Aus diesem Grund bereitet sich Ingenuity darauf vor, schneller und weiter als je zuvor zu fliegen, mit dem Ziel, die Séítah-Sandformation mit 625 Metern (2.051 Fuß) mit 5 Metern (16 Fuß) pro Sekunde und einer Gesamtflugzeit von 167 flight zu überspringen Sekunden. Für den Helikopter wird dies aufgrund seiner autonomen Navigation ein besonders schwieriger Flug. Es verwendet seine Kamera, um hochauflösende Bilder des Bodens darunter zu machen, und verwendet diese Bilder dann, um seine Bewegungen anzupassen, um in der Luft zu bleiben. Aber aufgrund des unebenen Bodens, über den es fliegt, kann es sein, dass das Navigationssystem Probleme beim Ablesen des Bodenniveaus hat.

Dies macht den geplanten Flug riskant, aber Ingenuitys Chefpilot, Håvard Grip, und Chefingenieur Bob Balaram schreiben, dass der Hubschrauber der Herausforderung gewachsen ist: „Warum sind wir bereit, dieses Risiko einzugehen? Erstens glauben wir, dass Ingenuity aufgrund der Belastbarkeit und Robustheit, die wir bei unseren bisherigen Flügen gezeigt haben, für die Herausforderung bereit ist. Zweitens passt dieser risikoreiche und lohnende Versuch perfekt zu den Zielen unserer aktuellen operativen Demonstrationsphase.

„Ein erfolgreicher Flug wäre eine eindrucksvolle Demonstration der Fähigkeiten, die ein Fluggerät (und nur ein Fluggerät) im Kontext der Marserkundung zum Tragen bringen kann – schnell über ansonsten unüberwindbares Gelände reisen und gleichzeitig nach interessanten wissenschaftlichen Zielen suchen.“

Wir halten Sie auf dem Laufenden, wie sich der Helikopter bei seinem bisher schwierigsten Flug schlägt.

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