Das Bild des Hubble-Weltraumteleskops, das die NASA diese Woche geteilt hat, ist ein auffälliges Paar von Jets, die von einem neugeborenen Stern nach außen sprühen und gebildet werden, wenn ein ungewöhnlich aktiver Stern Ströme ionisierten Gases abwirft. Dieses seltsam aussehende kosmische Phänomen ist ein seltener Anblick und wird als Herbig-Haro-Objekt bezeichnet, in diesem Fall als HH111 bezeichnet.

„Diese spektakulären Objekte entwickeln sich unter ganz bestimmten Umständen“, schreiben die Hubble-Wissenschaftler. „Neu entstandene Sterne sind oft sehr aktiv, und in einigen Fällen stoßen sie sehr schmale Jets aus sich schnell bewegendem ionisiertem Gas aus – Gas, das so heiß ist, dass seine Moleküle und Atome ihre Elektronen verloren haben, wodurch das Gas hoch geladen wird. Die Ströme ionisierten Gases kollidieren dann mit Geschwindigkeiten von Hunderten von Meilen pro Sekunde mit den Gas- und Staubwolken, die neu entstandene Sterne umgeben. Es sind diese energetischen Kollisionen, die Herbig-Haro-Objekte wie HH111 erzeugen.“

Dieses beeindruckende Bild zeigt ein relativ seltenes Himmelsphänomen, das als Herbig-Haro-Objekt bekannt ist. Dieses spezielle Objekt namens HH111 wurde von der Wide Field Camera 3 (WFC3) des NASA/ESA-Weltraumteleskops Hubble aufgenommen. ESA/Hubble & NASA, B. Nisini

Hubble hat zuvor einen noch selteneren Anblick abgebildet, bei dem es sich um ein Paar Herbig-Haro-Objekte im Sternbild Vela (die Segel) handelt. Diese beiden Objekte trugen dazu bei, dass Astronomen zum ersten Mal verstanden, was diese Objekte waren, da sie zuvor für Emissionsnebel gehalten wurden. Die neue Klasse von Objekten wurde nach den ersten beiden Astronomen benannt, die sie eingehend untersuchten, George Herbig und Guillermo Haro.

Um das obige Bild aufzunehmen, hat Hubble seine Wide Field Camera 3 (WFC3) verwendet. Es ist schwierig, Herbig-Haro-Objekte abzubilden, denn obwohl sie viel Licht im sichtbaren Wellenlängenbereich abgeben, wird ein Großteil davon von dem sie umgebenden Staub und Gas absorbiert. Um das Objekt abzubilden, hat der WFC3 also in die infrarote Wellenlänge geschaut, in der das Objekt noch leuchtet, das Licht aber nicht mehr durch Staub blockiert wird.

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