Google entwickelt möglicherweise einen Konkurrenten für Apples M1-Prozessor. Berichten zufolge soll der neue benutzerdefinierte Google-Prozessor auf eine Veröffentlichung im Jahr 2023 abzielen und könnte auf neue Chromebooks und andere Geräte mit Chrome OS kommen.

Laut einem Bericht von Nikkei Asia kommt der Schritt, weil Google Wachstumspotenzial sieht. Es erkennt an, dass „große Technologieunternehmen die interne Chipentwicklung als Schlüssel zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit ansehen“, so die Veröffentlichung. Dieser angebliche neue Prozessor könnte auch auf der Technologie von ARM basieren, einem Chiphersteller, der bereits die Technologie entwickelt, die in PC- und Laptop-Prozessoren von Qualcomm zu finden ist.

Natürlich werden kundenspezifische Prozessoren mit Herausforderungen verbunden sein. Google verwendet bereits einen eigenen internen Tensor-Mobilprozessor auf den eingehenden Google Pixel 6-Telefonen. Es gibt jedoch weltweit einen Mangel an Teilen, die für die Herstellung neuer CPUs in Laptops erforderlich sind. Dieser Wechsel erfordert auch massive Forschungs- und Entwicklungsanstrengungen und verlangt von den Entwicklern, sich mit der Änderung zu befassen. Google müsste sogar mit anderen Chipsatz-Herstellern wie Qualcomm und Nvidia und Intel kämpfen, die derzeit in der Mitte des Zyklus sind und Prozessoren der nächsten Generation herstellen.

Apple hat jedoch bewiesen, dass der Übergang zu kundenspezifischem Silizium funktionieren kann. Apple hat seinen benutzerdefinierten M1-Prozessor in Produkte wie das iPad Pro, den iMac, den Mac Mini und das MacBook Pro sowie das MacBook Air eingebaut. Microsoft versuchte dasselbe mit den ARM-basierten Microsoft SQ1- und SQ2-Prozessoren im Surface Pro X, hatte jedoch Probleme aufgrund von Problemen mit der Software in Windows 10.

Google arbeitet bereits mit seinen Partnern an ARM-basierten Geräten. Das neue HP 11 Chromebook kommt mit einem ARM-basierten Qualcomm Snapdragon-Prozessor unter der Haube. Es ist eines der ersten Chromebooks, das keinen Intel- oder Mediatek-Prozessor hat, und es hat einige anständige Bewertungen erhalten.

Google hat sich jedoch schwer getan, seine eigene Chromebook-Hardware zu vertreiben. Nachdem das Pixel Slate nicht populär wurde, brachte Google das Pixelbook Go auf den Markt. Beide Geräte verfügen über Intel-Prozessoren, obwohl die Leichtigkeit von ChromeOS den Prozessor etwas weniger wichtig macht. Google war bei der Veröffentlichung neuer Chromebook-Modelle stark von seinen Partnern abhängig und hat sich auf die Pixel-Smartphone-Reihe konzentriert, sodass dieser Wechsel zu einem benutzerdefinierten ARM-Prozessor für das Unternehmen ein harter Kampf werden könnte.

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