Die Markteinführung von Intels erster diskreter Gaming-Grafikkarte, der Xe-HPG DG2, wird seit einiger Zeit erwartet. Die neuesten Gerüchte deuten darauf hin, dass Intels Einstieg in den Gaming-GPU-Sektor im Jahr 2022 während der Consumer Electronics Show (CES) im kommenden Januar erfolgen wird.

Spekulationen über den Starttermin von Intel Xe-HPG DG2 kamen dank eines Hardware-Accounts auf Weibo, einer chinesischen Social-Media-Plattform, auf. Die Nachricht wurde dann von @9550pro auf Twitter international geteilt. In der Gerüchteküche wimmelt es immer wieder von Informationen zu kommenden AMD- und Nvidia-Releases, aber Intels Xe-HPG DG2 wurde relativ unter Verschluss gehalten. Die Zusammenfügung verschiedener Leaks enthüllt mehr Informationen über diese Grafikkarten-Reihe.

Ähnlich wie AMD- und Nvidia-GPUs wird auch Xe-HPG DG2 in verschiedenen Konfigurationen erhältlich sein, die je nach Spezifikationen und Design variieren. Wir können erwarten, Modelle einschließlich der Vollchip- und alternativen Versionen mit reduzierten Designs zu sehen. Alle Karten verfügen wahrscheinlich über hardwarebeschleunigtes Raytracing.

Die beste Xe-HPG DG2-Variante, die wir bisher gesehen haben, ist eine mit 512 Ausführungseinheiten (EUs). Dieser Chip nutzt den Full-Die und kommt mit 4.096 Kernen, einer 256-Bit-Busschnittstelle und bis zu 16 GB GDDR6-Speicher. Es wurde auch eine Auflistung für dieselbe DG2 512 EU-Karte mit 8 GB GDDR6-Speicher gefunden. Der Chip soll voraussichtlich mit bis zu 2,2 GHz takten, wobei nicht sicher ist, ob dies das angehobene Maximum oder der Basistakt der Karte ist.

Was den Strombedarf angeht, musste Intel seine ersten Prognosen für die Karte anheben. Der Xe-HPG DG2 512 hatte früher eine TDP von 225-250 W, aber diese Zahl stieg auf 275 W und könnte noch steigen, insbesondere wenn Intel beschließt, die Taktrate zu verbessern. Die 512-EU-Version dieser GPU soll etwa 396 mm² groß sein, obwohl sich dies bis zum Erscheinungsdatum ändern könnte. Ab sofort wird die Karte größer als Nvidias Ampere GA104 und AMDs Navi 22.

Eine weitere Variante der Karte, über die wir bereits etwas wissen, ist die Intel Xe-HPG DG2 384 GPU-SKU, die sich in mindestens drei verschiedene Konfigurationen aufteilt. Der Vollchip kommt mit 3.072 Kernen, einer 192-Bit-Busschnittstelle und bis zu 12 GB GDDR6-Speicher. Die anderen beiden Optionen umfassen eine 256-EU-Karte und eine 192-EU-Karte mit 2048 bzw. 1536 Kernen. Beide GPUs werden über eine 128-Bit-Busschnittstelle verfügen. Es gibt einen Unterschied in der Größe des VRAM, wobei die 256-EU-Karte bis zu 8 GB GDDR6-Speicher bietet, während die 192-EU-GPU nur 4 GB ausmacht.

Videocardz lieferte noch ein weiteres interessantes Leck – die Chipkonfiguration der DG2 384 GPU. Das Leck deutet darauf hin, dass dieses Modell 190 mm2 messen sollte. Laut PCB-Blaupausen wird DG2 384 über 6 Speichermodulplätze verfügen, was eine 192-Bit-Busschnittstelle und 6 oder 12 GB Speicher impliziert. Wir können auch einen 16-MB-Smart-Cache beim 384 und 8 MB beim 256 erwarten. Was die Taktraten angeht, soll die 384-EU-Variante einen 600-MHz-Basistakt bieten, der auf bis zu 1.800 MHz angehoben werden kann. Der 256 liefert etwas bescheidenere Zahlen mit einer 450-MHz-Basis und einem 1400-MHz-Turbo.

Das untere Ende der GPU-Reihe ist der Intel Xe-HPG DG2 128 EU, und auch dieser bietet mehr als eine Konfiguration. Wir haben die Top-Konfiguration mit 1024 Kernen, 4 GB GDDR6-Speicher und einer 64-Bit-Busschnittstelle. Dieser Variante folgt eine mit 96 EUS, 768 Kernen und dem gleichen Businterface und VRAM. Diese GPU richtet sich wahrscheinlich an den preisgünstigen Desktop-Markt und ähnelt Intels erstem Versuch einer diskreten GPU, der DG1.

Obwohl noch nichts bestätigt ist, scheinen die Informationen sehr plausibel – Intel hat bereits erklärt, dass jetzt Prototypen der Karte bemustert werden. Darüber hinaus haben wir in den letzten Monaten bereits Benchmarks der Karte online gesehen. Benchmarks der Intel Xe-HPG DG2-Gaming-Grafikkarte waren weniger als beeindruckend, wenn man eine der Karten mit Nvidias veralteter GTX 1050 vergleicht. Dies spiegelt nicht unbedingt die zukünftige Leistung dieser GPU-Reihe wider und wir werden wahrscheinlich bessere sehen, genauere Tests lecken vor dem Startdatum. Ein solches Leck ist bereits aufgetaucht, was darauf hindeutet, dass die Karte zu einem großen Konkurrenten für Nvidias RTX 3080 wird.

Da die Veröffentlichung dieser Karten möglicherweise unmittelbar bevorsteht, benötigen wir nur eine offizielle Bestätigung von Intel. Mehr werden wir voraussichtlich beim Intel Innovation Event Ende Oktober erfahren.

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