Fujifilm hat heute auf seinem X-Gipfel-Event im September die GFX 50S II angekündigt, eine digitale Mittelformatkamera, die nur 3.999 US-Dollar für das Gehäuse oder 4.499 US-Dollar in einem Kit mit dem GF 35-70 mm 1: 4,5-5,6 WR-Objektiv kostet. Dies macht sie zur billigsten digitalen Mittelformatkamera aller Zeiten – sie kostet bei der Markteinführung ganze 2.000 US-Dollar weniger als ihr Vorgänger, die GFX 50S. Dies ist ein wichtiger Schritt in Fujifilms anhaltendem Bestreben, die Kosten des Mittelformats zu senken und ihm mehr Mainstream-Attraktivität zu verleihen.

Die GFX 50S II ist nicht nur für eine Mittelformatkamera günstig; es ist auch bemerkenswert leicht und kompakt, mit nur 1,98 Pfund. Trotz seiner geringen Größe hat Fuji es dennoch geschafft, einen satten 51,4-Megapixel-Sensor unterzubringen, der 1,7-mal größer ist als ein Vollformatsensor. Fuji hat auch den Autofokus im Vergleich zur vorherigen Generation der Kamera (dank des neuen X-Prozessors 4) verbessert und eine 5-Achsen-In-Body-Bildstabilisierung (IBIS) eingebaut, die eine Stabilisierung von 6,5 Stufen bietet.

Das Gesamtpaket stellt eine Mittelformatkamera dar, die für den Durchschnittsbürger weitaus zugänglicher ist als bisherige Geräte, die tendenziell teuer und Nischenprodukte waren. Die GFX 50S II verspricht die Vorteile eines größeren Sensors ohne die Nachteile, die normalerweise mit diesen hochauflösenden fotografischen Giganten verbunden sind.

Fujifilm

Die GFX 50S II scheint direkt auf abenteuerlustige Fotografen ausgerichtet zu sein, die unter rauen Bedingungen arbeiten. Die Kamera besteht aus einer Magnesiumlegierung, ist zum Schutz vor Staub und Feuchtigkeit hochgradig witterungsversiegelt und für den Betrieb bei Temperaturen von bis zu -10 Grad Celsius ausgelegt. In Verbindung mit seiner kompakten Größe, dem geringen Gewicht und dem IBIS ist das GFX 50S II so konzipiert, dass es bei schlechtem Wetter mit der Hand genauso leistungsfähig ist wie auf einem Stativ im Studio.

Die GFX 50S II bietet außerdem 19 Filmsimulationsmodi für Fotografen, die den Look eines Films bevorzugen und beim Anwenden digitaler Filter in der Nachbearbeitung Zeit sparen möchten. Wenn die Bearbeitung von Bildern in der Nachbearbeitung eher Ihr Stil ist, bietet diese Kamera sowohl gegenüber ihrem Vorgänger als auch gegenüber Kameras mit kleineren Sensoren einen erhöhten Dynamikumfang sowie ein reduziertes Rauschen und eine geringere Auflösung. Die GFX 50S II enthält Fujis Pixel Shift Multi-Shot-Funktion, die 16 RAW-Dateien kombiniert, um ein einzelnes 200MP-Bild zu erstellen.

Zu den weiteren Funktionen gehören eine Reihe verschiedener Belichtungsreihen neben der herkömmlichen Belichtungsreihe, wie z. B. Filmsimulationsreihen. Videografen sollten jedoch bedenken, dass die GFX50S II nur 1920×1080-Videos mit bis zu 29,97p aufnimmt. Mittelformatkameras sind jedoch im Allgemeinen nicht für Videoaufnahmen gedacht, daher ist dies kein großer Nachteil, wenn man bedenkt, dass sich die GFX 50S II an Standfotografen richtet, von denen viele sich nicht darum kümmern, ob eine Kamera überhaupt über Videofunktionen verfügt.

Die GFX 50S II wird Ende Oktober erhältlich sein.

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