Das Fintech-Startup StudentFinance, mit dem Bildungseinrichtungen Studenten eine erfolgsorientierte Finanzierung anbieten können, hat eine Startrunde in Höhe von 5,3 Mio. USD (4,5 Mio. EUR) unter der Leitung von Giant Ventures und Armilar Venture Partners aufgelegt. Bisher wurden insgesamt 6,6 Millionen US-Dollar gesammelt.

StudentFinance wurde zuerst in Spanien gestartet, gefolgt von Deutschland und Finnland. Großbritannien ist für dieses Jahr geplant. Bestehende Investoren Mustard Seed Maze und Seedcamp sowie Sabadell Venture Capital nahmen ebenfalls teil.

Das Anfang 2020 gestartete Startup bietet den Instituten das technische Back-End, um flexible Zahlungspläne in Form von ISAs (Income-Share-Agreements) anzubieten. Es bietet auch Dateninformationen zum Arbeitsmarkt, um die Nachfrage nach Arbeitsplätzen vorherzusagen.

Mittlerweile haben sich 35 Bildungsanbieter angemeldet, die ISAs im Wert von über 5 Mio. EUR verwalten. Es funktioniert auch mit Upskilling-Plattformen wie Ironhack und Le Wagon. Zu den Wettbewerbern von StudentFinance zählen (in den USA) Blair, Leif, Vemo Education, Chancen (in Deutschland) und EdAid (in Großbritannien).

Mariano Kostelec, Mitbegründer und CEO von StudentFinance, erklärte, warum StudentFinance sich von diesen Unternehmen abhebt: „StudentFinance ist die einzige Plattform in diesem Bereich, die die vollständige grenzüberschreitende End-to-End-Infrastruktur für die Bereitstellung von ISAs für Studenten bietet und dabei helfen, die wachsende Qualifikationslücke zu schließen. Wir bieten nicht nur die Infrastruktur zur Unterstützung des ISA-Finanzierungsmodells, sondern auch Dateninformationen zum Arbeitsmarkt und eine Career-as-a-Service-Plattform, die sich darauf konzentriert, Studenten in den richtigen Job zu bringen. Wir schaffen ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage. “

Bei einem ISA beginnen die Studenten erst dann mit der Rückzahlung der Studiengebühren, wenn sie angestellt sind und über einer Mindesteinkommensschwelle verdienen, wobei die Zahlungen als Prozentsatz ihres Einkommens strukturiert sind. Dies macht es zu einem „erfolgsorientierten Modell“, sagt StudentFinance, das das Risiko von den Studenten weg verlagert. Sie sind wahrscheinlich beliebt, da die Arbeitnehmer mit dem Einsetzen der Digitalisierung und den Auswirkungen der Pandemie neu ausgebildet werden müssen.

Das Startup wurde 2019 von Kostelec, Marta Palmeiro, Sergio Pereira und Miguel Santo Amaro gegründet. Kostelec und Santo Amaro bauten zuvor Uniplaces, mit denen 30 Millionen US-Dollar als Studentenwohnplattform in Europa gesammelt wurden.

Cameron Mclain, geschäftsführender Gesellschafter von Giant Ventures, kommentierte: „Was StudentFinance aufgebaut hat, ermöglicht es jeder Bildungseinrichtung, ISAs als Alternative zu Vorab-Studiengebühren oder Studentendarlehen anzubieten, wodurch der Zugang zu Bildung und Möglichkeiten erweitert wird.“

Duarte Mineiro, Partner bei Armilar Venture Partners, kommentierte: „StudentFinance ist eine großartige Gelegenheit, um in etwas zu investieren, da es sich neben seinem überzeugenden Kernzweck um ein solides Geschäft handelt, dessen Wirtschaftlichkeit durch eine solide proprietäre Softwaretechnologie unterstützt wird.“

Sia Houchangnia, Partnerin bei Seedcamp, kommentierte: „Die Notwendigkeit, die Belegschaft neu auszubilden, war noch nie so hoch wie heute und wir glauben, dass StudentFinance eine wichtige Rolle bei der Bewältigung dieser gesellschaftlichen Herausforderung spielt.“

Zu den Unterstützern von Angel zählen Investoren, darunter: Victoria van Lennep (Gründerin von Lendable); Martin Villig (Gründer von Bolt); Ed Vaizey (der am längsten amtierende Minister für Kultur und digitale Wirtschaft in Großbritannien); Firestartr (in Großbritannien ansässige Frühphasen-VC); Serge Chiaramonte (britischer Fintech-Investor); und mehr.