Guten Morgen.

Geben Sie Facebook Kredit. Es ist gelungen, das zu tun, was sonst niemand tun konnte – republikanische und demokratische Politiker zusammenzubringen. Die Federal Trade Commission und 46 Staaten haben gestern wegen einer Trennung von Facebook, Instagram und WhatsApp geklagt, und ein erstaunlich parteiübergreifender Chor politischer Stimmen hat Unterstützung für den Umzug gerufen. Dieser Fall ist möglicherweise die einzige reibungslose Übergabe, die von der Trump-Administration an die Biden-Administration erfolgt.

Und lassen Sie uns klar sein: Der Fall ist kaum ein Slam Dunk. Facebook hat schnell das stärkste Argument dagegen vorgebracht, nämlich: Die Agentur hat beide Akquisitionen in den Jahren 2012 und 2014 genehmigt. Haben sich die Fakten geändert? Wenn es damals in Ordnung war, warum nicht jetzt?

Was sich natürlich geändert hat, ist das politische Umfeld. Facebook selbst hat sich vom technischen Liebling zu Darth Vader entwickelt – von Republikanern und Demokraten gleichermaßen beschuldigt, die Demokratie zerstört zu haben. Bei seinen Bemühungen, das Problem zu beheben, hat das Unternehmen die Republikaner nur noch weiter verärgert – die der Meinung sind, dass das Unternehmen an der linken Küste es für sie hat. Eine demokratische Regierung könnte sich jedoch als noch größere existenzielle Bedrohung erweisen, da die Demokraten seit mehreren Jahren mit einem neuen, expansiveren Ansatz für die Kartellpolitik flirten. Sie haben jetzt ihren Testfall.

Wenn dies gelingt, wird der Fall das größte kartellrechtliche Geschäft seit dem Auseinanderbrechen von AT & T sein. Selbst wenn es fehlschlägt, wird es eine verdammt gute Show. Ich habe die Berichterstattung des Wall Street Journal über den Microsoft-Kartellfall in den 1990er Jahren überwacht und kann für das Feuerwerk bürgen, das entsteht, wenn so viel Geld und Unternehmensmacht auf dem Spiel stehen. Viele Anwälte und Lobbyisten werden ihren Ruhestand damit verdienen.

Weitere Neuigkeiten unten. Schauen Sie sich auch unsere Berichterstattung über das andere große Ereignis des Tages an – den Börsengang von DoorDash ohne Gewinn, der nach Handelsbeginn um 85% auf einen gemeldeten Wert von rund 72 Milliarden US-Dollar stieg. (Der Preissprung wurde von Investmentbankern natürlich eher als eine gute Sache als als ein Preisfehler dargestellt.) Morgen hofft Airbnb mit einem Preis von 68 USD bei einer Bewertung von 47 Mrd. USD zweifellos auf eine ähnliche Beeinträchtigung. Wer wusste, dass so viel Geld inmitten einer globalen Pandemie verdient werden kann.

Alan Murray
@ Alansmurray
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