Volkswagen nutzt seine Partnerschaft mit Argo AI aus Pittsburgh, um eine autonome Version des ID.Buzz zu bauen, einen Elektro-Van mit traditionellem Design, der in den kommenden Jahren sein Debüt feiern wird. Der Prototyp, der diese Woche auf der Münchner Automesse 2021 vorgestellt wurde, ist mit einer Armada von Kameras sowie Lidar- und Radarsensoren ausgestattet.

Es braucht kein geschultes Auge, um zu erkennen, dass der ID.Buzz AD autonom ist. Seine Hardware-Suite ist deutlich sichtbar: Das proprietäre Lidar von Argo AI ist insbesondere auf dem Dach des Vans montiert, wo es perfekt positioniert ist, um die Straße vor Ihnen zu erkennen. Bryan Salesky, Gründer und CEO von Argo AI, sagte, dass das Lidar Objekte in einer Entfernung von bis zu 400 Metern erkennen kann.

Einen Van zu bauen, der in einer kontrollierten Umgebung selbst fahren kann, ist relativ einfach. Der Einsatz unter realen Bedingungen, wo es auf Baustellen, Hunde und Fußgänger trifft, ist weitaus schwieriger. Salesky warnte davor, dass die autonomen Technologien schrittweise verbessert werden – es wird keinen großen Boom geben –, aber er wies darauf hin, dass die Modernisierung der Infrastruktur eine wichtige Rolle dabei spielen wird, fahrerlosen Autos dabei zu helfen, den Verkehr in Großstädten zu reduzieren.

Mit der richtigen Technologie könnten autonome Autos wie der ID.Buzz AD Teil eines breiten Fahrzeugnetzwerks sein. Sie werden in der Lage sein, alle Straßen einer bestimmten Stadt zu befahren, nicht nur die Hauptstraßen, um den Verkehr gleichmäßiger zu verteilen. „Die Fahrtzeit für alle kann um 30 Sekunden verlängert werden, aber wir kommen alle schneller ans Ziel“, erklärte Salesky. Er nannte dieses Konzept „Lastausgleich“ und betonte, dass es die Straßen zu Stoßzeiten flüssiger machen kann.

Volkswagen und Argo AI sind nicht die einzigen Unternehmen, die autonome Technologien entwickeln; Die Liste der Konkurrenten, die sie abwehren müssen, ist relativ lang und wächst regelmäßig. Handling und Leistung spielen in dieser neuen Arena keine Rolle, und ein auffälliges Design zu zeichnen und gleichzeitig selbstfahrende Hardware zu integrieren, ist leichter gesagt als getan. Wie wird sich Volkswagen also von seinen Konkurrenten abheben? Digital Trends ging direkt an die Quelle: Firmenchef Herbert Diess.

Am Beispiel des Audi GrandSphere-Konzepts sagte er, dass der Innenraum zu einem äußerst wichtigen Kriterium wird, wenn autonome Fahrzeuge in unserer Landschaft auftauchen. Komfort und Technologie tragen derzeit dazu bei, von Menschen gefahrene Autos zu definieren, und sie werden noch wichtiger, wenn Pendler sich entscheiden müssen, mit welchem ​​​​Automobil sie zur Arbeit gefahren werden möchten. „Manche Leute werden mehr Zeit in ihrem Auto verbringen als in ihrem Leben Zimmer; Wir sollten es schön machen“, sagte er. Bequemlichkeit (wie die Benutzeroberfläche zum Beschwören eines Shuttles) wird ebenfalls ein entscheidender Faktor sein.

Wir sind noch nicht da; Autonome Autos müssen noch einige Hürden nehmen, bevor sie Ihre Kinder von der Schule abholen. Volkswagen wird zunächst fünf Argo-KI-betriebene Vans bauen, um die Technologie auf einer neu eröffneten Teststrecke in der Nähe des Münchner Flughafens und auf öffentlichen Straßen auf Herz und Nieren zu testen. Nach Abschluss der Testphase wird das Unternehmen mit dem Einsatz autonomer Transporter in Hamburg beginnen. Das Programm soll voraussichtlich 2025 starten.

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