AMD hat ein Treiber-Update veröffentlicht, das die 4K-Leistung seiner RDNA 2-Grafikkarten deutlich verbessert. Das Update ist eine Reaktion auf eine frühere Treiberversion, Adrenalin 21.8.1, die Anomalien beim Stromverbrauch verursachte und die 4K60-Wiedergabe beeinträchtigte.

Der Leistungsabfall wurde zuerst von ComputerBase, einer deutschen Hardware-Website, gefunden und gemeldet. Bei einem Benchmark der Radeon RX 6600 XT stellte die Website fest, dass mit dem Stromverbrauch der Karte etwas nicht stimmte. Bei der Wiedergabe von YouTube 4K60 schnitt die Karte deutlich schlechter ab als andere RDNA-2-Grafikkarten. Dies veranlasste ComputerBase, zurückzugehen und zu versuchen, herauszufinden, wo das Problem liegt.

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Weitere Tests zeigten, dass der aktuelle AMD Adrenalin 21.8.1-Treiber die Ursache des Problems war. Es brachte mehrere Grafikkarten der RX 6000-Serie auf niedrigere Leistungsstufen, obwohl nicht alle auf diese Weise vom Treiber betroffen waren. ComputerBase beschloss, die Tests mit diesem speziellen Treiber zu wiederholen, um die Theorie zu beweisen. Dies half der Website, die Karten herauszufiltern, die unter anormalen Leistungspegeln litten.

Benchmarks zeigten einen deutlichen Rückgang der Leistungsaufnahme der AMD Radeon RX 6700 XT-Karte. Die Leistung wurde von 30 Watt, dem niedrigsten für diese GPU beworbenen Wert, auf nur 18 Watt gesenkt. Dies geschah nur während der 4K-Videowiedergabe mit 60 Bildern pro Sekunde von YouTube. Die RX 6900 XT zeigte einen identischen Abfall von 30 Watt auf 18. Das Umschalten in den HDR-Modus schien das Problem nicht zu lösen.

Diese Tests ergaben auch ein weiteres Problem, das 4K-Displays betraf. Bei der Verwendung von mehr als einem 4K-Monitor waren Benutzer von RDNA 2-Karten von einem ungewöhnlich hohen Stromverbrauch betroffen. Im Vergleich zu Nvidias Ampere-Kartenlinie schnitten AMD-GPUs überraschend schlecht ab. Während Nvidia-Karten Leistungsaufnahmen zwischen 19 Watt und 24 Watt aufwiesen, zeigten AMDs RDNA 2-Karten Werte von 21 Watt bis 41 Watt.

Obwohl viele der RDNA-2-GPUs davon betroffen waren, schnitt AMDs RX 6600 XT auch ohne den Adrenalin 21.8.1-Treiber unterdurchschnittlich ab. Dies könnte bedeuten, dass die Karte einfach nicht für ein 4K-Dual-Monitor-Setup geeignet ist. Das sollte an sich keine Überraschung sein, wenn man bedenkt, dass es sich nicht um die Spitze der Grafikkartenlinie der RX 6000-Serie handelt.

Schlechte Benchmarks, die ComputerBase präsentierte, hätten in einer Zeit, in der Grafikkarten so schwer zu bekommen sind, leicht übersehen werden können. Glücklicherweise reagierte AMD schnell und veröffentlichte ein Treiber-Update, das diese Probleme anscheinend behoben hat. Das neue Update soll die 4K-Leistung für betroffene Kartenbenutzer der RX 6000-Serie verbessern.

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